Invasive Arten und ihre Folgen

Arten breiten sich aus und erreichen neue Systeme. Dieser natürliche Vorgang gerät mehr und mehr in den Fokus mariner Biodiversitätsforschung, da sich die Anzahl neu eintreffender Arten durch menschliche Einflüsse stark erhöht hat. Diese sogenannten Bioinvasionen werden vor allem durch den globalen Warentransport (Ballastwasser) und klimatische Veränderungen begünstigt.

Ein Beispiel ist das massenhafte Auftreten der Rippenqualle Mnemniopsis leidyi in Ost- und Nordsee. Diese Art stammt von der US-Atlantikküste und hat über das Schwarze Meer inzwischen die Ostsee erreicht. Er wird befürchtet, dass sie nun durch den Fraß von Fischlarven Nahrungsnetze verändert.

Während die Einwanderung von invasiven Arten und ihre Dynamik in unseren Meeren durch Langzeitbeobachtung immer besser verstanden werden, wissen wir wenig über ihre Wirkung auf die bestehenden Lebensgemeinschaften. Verdrängen invasive Arten lokale Arten und reduzieren damit die native Biodiversität – oder verändern sie sogar wesentliche Funktionen des Systems?

Dieser Text wurde der Broschüre “Marine Biodiversität – Vielfalt des Lebens” der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung entnommen. Wir danken für die Genehmigung, den Text hier vorstellen zu dürfen.

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