Globaler Wandel – Zukunft der Korallenriffe

Tropische Korallenriffe nehmen weltweit eine Fläche von 285.000 Quadratkilometern ein. Das entspricht 1,2% der globalen Schelfe und nur 0,1% des gesamten Weltmeeres. Hinzu kommen die bisher nicht bilanzierten Anteile der Kaltwasser-Korallenriffe entlang der Kontinentalränder, die erst im letzten Jahrzehnt entdeckt wurden.

Korallenriffe sind Weltmeister in der Speicherung von Kohlenstoff in Kalk, aber auch “hot spots” der Lebensvielfalt im Meer. Nicht zuletzt deshalb sind Korallenriffe touristisch höchst attraktive Ziele, mit zunehmend negativen Folgen für das Ökosystem. Regional deutlich erhöhte Wassertemperaturen induzieren die für die Koraallen letale “Korallenbleiche”, bei der die Endosymbionten ihren Korallenwirt verlassen. Das Wachstum der Korallenriffe sinkt weltweit durch die Versauerung der Weltmeere infolge des zunehmenden CO2-Gehalts der Atmosphäre. Die Tiefseefischerei und andere Formen der Nutzung stellen eine Gefährdung für Kaltwasserkorallen dar.

Weltweit ist daher zu befürchten, dass das artenreichste Ökosystem noch in diesem Jahrhundert in seiner Existenz bedroht ist.

Globaler Wandel – Zukunft der Polarregionen

Die Tier- und Pflanzenwelt der Polargebiete ist durch die globale Erwärmung besonders gefährdet. Es schwinden nämlich die für diese Organismen so wichtigen, sehr kalten Rückzugsbiete.

In der Arktis ist der Eisbär ein prominenter Vertreter für ökologisch ebenso wertvolle, aber unscheinbare Arten, deren Überleben unsicher ist. Wenn sie durch die globale Erwärmung aussterben, wird sich der arktische Lebensraum vielleicht in ein Ökosystem verwandeln, wie wir es von unseren heimischen Küsten kennen.

In der Arktis sind die Krillbestände durch den regionalen Rückgang des Meereises drastisch geschrumpft. Sie sind aber eine unverzichtbare Nahrungsgrundlage für Pinguine, die sich bereits zurückziehen, und für Wale, deren Bestand sich noch lange vom Walfang  vergangener Jahrhunderte erholen muss. Solange die Antarktis aber durch ihre gewaltigen Eispanzer gekühlt wird, besteht keine Gefahr für das gesamte Ökosystem. Eine Erwärmung des Südlichen Ozeans kann allerdings die vielen, an die eiskalten Bedingungen angepassten Arten verschwinden lassen, in seinen Randgebieten wandern bereits fremde Arten ein. In der Arktis haben die Erwärmung und der Rückgang des mehrjährigen Meereises jetzt schon eine Veränderung der Biodiversität mit noch unbekannten Konsequenzen für die Funktion der marinen Ökosysteme herbeigeführt.

Diese Texte wurden der Broschüre “Marine Biodiversität – Vielfalt des Lebens” der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung entnommen. Wir danken für die Genehmigung, die Texte hier vorstellen zu dürfen.

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