Frösche werden Prinzen

Sie können gerade mal einen Zentimeter groß sein – oder bis zu 35 Zentimeter. Sie sind brauner, grüner, schwarzer oder roter Farbe und sie haben die verschiedensten Muster auf dem Rücken. Das alles zeigt rein äußerlich, wie groß die Artenvielfalt von Fröschen ist – denn es gibt 6.000 entdeckte Froscharten weltweit.

Im Laufe ihres Lebens machen Frösche eine faszinierende Entwicklung durch – die Metamorphose. Die Eier werden ins Wasser (z.B. eines Sees) gelegt, wo sich die Kaulquappen während der ersten Monate ihres Lebens entwickeln. Doch nach acht Monaten beginnen sie, ihre inneren Organe und sogar ihr Nervensystem so zu entwickeln, dass sie an ein Leben auf dem Land angepasst sind. Ihre Kiemen gehen zurück, stattdessen atmen die Frösche dann über eine einfache Lunge und über die schleimbedeckte Haut. Nun kann der Frosch sich sowohl an Land als auch im Wasser bewegen.

Frösche gehören zu den Froschlurchen, einer Tiergruppe, zu der auch Kröten und Unken gehören. In Deutschland leben etwa 14 Frosch- und Krötenarten, sehr verbreitet ist bei uns der grüne Laubfrosch. Weltweit gibt es etwa 870 Arten dieses Frosches. Doch in Deutschland gibt es auch nicht einheimische Frösche: der Ochsenfrosch wurde aus Amerika eingeschleppt. Weil er den einheimischen Froscharten überlegen ist, hat er sich den Rhein entlang ungehindert ausgebreitet und stellt nun sogar eine Gefährdung für die einheimischen Froscharten dar.

Doch Frösche und Kröten sind nicht nur durch eingewanderte Tierarten gefährdet. Ihr Lebensraum wird immer wieder verkleinert. Dabei stoßen vor allem die Kröten jährlich auf ein großes Problem: den Straßenverkehr. Kröten wandern jedes Jahr an den Geburtsort des Weibchens zurück, um zu laichen. Dafür legen sie etwa 600m/Tag zurück, obwohl sie meist nachts wandern. Diese Krötenwanderung vollziehen hunderte von Kröten jeden Frühling. Überqueren die Kröten jedoch die Straßen, können sie überfahren werden.

Deswegen werden im Frühling an vielen Straßen Krötenzäune aufgestellt, die sie nicht alleine überwinden können. Ein- oder zweimal täglich kommen dann Helfer aus der örtlichen Gemeinde, notieren die Anzahl und Art der Tiere und setzen sie auf der anderen Straßenseite wieder ab. Hier kann jeder gleich vor der Haustür mithelfen: in den Gemeinden werden häufig noch Helfer gesucht, um solche Projekte zu realisieren.

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