Auswirkungen der Fischerei auf Biodiversität

Der Fraßdruck von großen Raubfischen oder Säugetieren wie Wal und Robbe wirkt auf die Struktur der Nahrungsgefüge mariner Ökosysteme. Seit jeher sind die großen Räuber der Meere aber auch eine wertvolle Beute des Menschen. Der hohe Fischereidruck mit modernen Trawlern und riesigen netzen hat im letzten Jahrhundert weltweit zu einem Niedergang der Anzahl großer Fische und Säugetiere geführt.

In vielen Meereszonen werden dadurch trophische Kaskaden verursacht. Weil ihre Räuber dezimiert sind, reduzieren kleinere Fischarten oder Quallen vorübergehend durch erhöhten Fraßdruck die Biomasse der Algen, Krebschen und anderen Herbivoren.

Im Nordatlantik und der Nordsee hat nicht nur die Fischerei die Nahrungsnetze verändert, auch der Klimawandel verursacht eine Verschiebung der Diversität von Fischen und ihrer Beute. Die Erwärmung hat eine Verschiebung der Frühjahrsblüte zufolge, dies verändert die Bedingungen für Fisch- und Krebslarven dramatisch und hat damit Auswirkungen auf die Fischbestände. Die starke Abnahme des Kabeljaubestandes wird auch solche komplexen Zusammenhänge zurückgeführt.

Dieser Text wurde der Broschüre “Marine Biodiversität – Vielfalt des Lebens” der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung entnommen. Wir danken für die Genehmigung, den Text hier vorstellen zu dürfen.

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