Extreme Lebensräume

Seit jeher fasziniert uns die Frage nach den grenzen des Lebens. Es gibt noch viele extreme Umwelten im Meer zu erforschen, wie zum Beispiel schwarze Raucher, aus denen sulfidisches, 440 Grad heißes Wasser sprudelt, sauerstofffreie Becken, untermeerische Salzseen, Felder von gefrorenem Methan, Tiefseegräben in 11km Wassertiefe, den nahrungsverarmten südpazifischen Ozeanwirbel und die “Tiefe Biosphäre” weit unter dem Meeresboden.

Eine besondere Anpassung an extrem schwefel- oder methanreiche Lebensräume ist die Symbiose zwischen Tieren und Bakterien – hier bietet das Wirtstier den Bakterien in seinem Körper Schutz, um dafür Nährstoffe aus ihrem Umsatz der chemischen Energie zu erhalten.

Aber auch das Wattenmeer ist ein extremer Lebensraum – dort schwanken die Temperatiuren im Jahresgang von eisig (-2 Grad Celsius) bis warum (30 Grad Celsius) und der Salzgehalt von 0% bei Regen bis 30%, wenn die Sonne Meerwasserpfützen eintrocknet. In solche extremen Umwelten finden wir besondere Lebensgemeinschaften, deren genetische Kapazitäten, Verhalten und Lebenszyklen auf interessanten Anpassungsmechanismen beruhen.

Dieser Text wurde der Broschüre “Marine Biodiversität – Vielfalt des Lebens” der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Konsortiums Deutsche Meeresforschung entnommen. Wir danken für die Genehmigung, den Text hier vorstellen zu dürfen.

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