Einer der wichtigsten Flüsse Europas – die Donau

2857 km ist die Donau lang; sie ist der zweitgrößte Fluss Europas. Auf ihrem Weg vom Schwarzwald in Süddeutschland bis zum Schwarzen Meer in Rumänien fließt sie durch zehn Länder – das sind so viele wie bei sonst keinem Fluss der Erde.

An der Donau treffen viele verschiedene Vegetationen aufeinander. Das bedeutet, dass es sowohl Pflanzen aus den Bergen gibt als auch aus dem nördlichen Mittelmeerraum und anderen Gebieten. Dadurch findet man an der Donau eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Im Donaudelta leben 300 Vogelarten, für die das Delta entweder das Ziel ihres Zuges oder eine wichtige Rast auf ihrem Weg ist. In und an der Donau leben über 150 Fischarten; außerdem Biber, Otter, Dachse, Eidechsen und Schildkröten. Es gibt sogar Tiere wie den Kammmolch, die nur an der Donau und sonst nirgendwo auf der Welt leben. Deswegen ist es sehr wichtig, die Donau zu schützen.

Denn die Donau hat in den letzten Jahrhunderten sehr unter dem Eingriff der Menschen gelitten. Fabriken leiten ihr Abwasser in die Donau, sodass dort mehr Plastikpartikel als Plankton schwimmen. Frühere Flussauen wurden trocken gelegt und bebaut. Ein großes Wasserkraftwerk, das Kraftwerk „Eisernes Tor“, wurde angelegt und wichtige Naturgebiete wurden überschwemmt. Außerdem können Fische nun nicht mehr den Fluss hinaufschwimmen bis dorthin, wo sich ihre Laichplätze befinden. Um die Donau für Schiffe einfach befahrbar zu machen, hat man Deiche angelegt und sogenannte Flussbegradigungen vorgenommen.

Gerade die Deiche und Flussbegradigungen sind schädlich für einen Fluss, denn sie haben langfristige Folgen, die die ganze Natur des Flusses verändern werden. Eine Flussbegradigung wird häufig im Mittellauf eines Flusses vorgenommen, weil das Wasser dort so langsam fließt und durch den schlängelnden Verlauf die gefahrene Strecke sehr lang ist. Um mit dem Schiff schneller vorwärts zu kommen, durchsticht man die Flussschleifen und führt den Fluss in ein gerades Flussbett über. Dadurch wird die kürzeste Strecke gefahren und die Fließgeschwindigkeit erhöht sich. Aus der erhöhten Fließgeschwindigkeit ergeben sich allerdings zwei Probleme: Es kommt öfter zu Hochwasser und es können weniger Tiere und Pflanzen im Fluss überleben. Wenn der Fluss mehr Wasser führt, wird es nicht durch das natürliche System der Flussschleifen gebremst und die Auen können weniger oder gar kein Wasser mehr aufnehmen. Wenn das Wasser eine ungeschützte Stelle erreicht, kann es dann leichter zu Überschwemmungen kommen. Auch Deiche führen so zu erhöhter Hochwassergefahr im folgenden Flussverlauf, weil sie den Abfluss von Wasser verhindern. Durch die schnellere Fließgeschwindigkeit können sich auch gut angepasste Pflanzen kaum noch im Boden verankern und so nicht überleben.

Um die Natur der Donau zu schützen, wurden Naturparks und Biosphärenreservate in beinahe allen Ländern eingerichtet. Außerdem werden auch international neue Naturschutzgebiete geplant und Ausbauten des Flussbettes sehr viel kritischer betrachtet.

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