Das Wattenmeer

Vor der Nordseeküste Deutschlands befindet sich eine einzigartige wilde Naturlandschaft: das Wattenmeer. Zusammen mit den Gebieten in den Niederlanden und Dänemark erstreckt sich das Watt über eine Fläche von ca. 9 000 km². Damit ist diese Wattlandschaft die größte der ganzen Welt. Watt findet man aber auch in Großbritannien, Irland, Frankreich, den USA und sogar Korea – also auf der Nordhalbkugel der Erde. In den tropischen Gewässern und auf der Südhalbkugel sind ähnlich liegende Gebiete überwiegend mit Mangroven bewachsen und werden deswegen Gezeitenwälder genannt.

Es wird davon ausgegangen, dass im Watt etwa eine Million Organismen leben. Der Großteil ist so klein, dass man sie nicht mit bloßen Auge erkennt – Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer sind aber bekannte Bewohner des Watts. Vor der Nordseeküste leben aber auch große Meeressäuger wie Robben, Seehunde und die bis zu 1,5 Meter langen Schweinswale. Das Watt ist aber auch für Vogelarten von großer Bedeutung: es wird als Raststätte, Brutplatz oder Überwinterungsort von Vögeln gebraucht.

Jeden Tag wird das Watt zweimal von Salzwasser überschwemmt und freigelegt. Das bedeutet, dass sich die dort lebenden Organismen enorm angepasst haben müssen. Ein gutes Beispiel sind hier Pflanzen wie Seegras, Queller und Algen. Sie alle haben sich an die schwierigen Verhältnisse des Salzgehalts, der zeitweisen Überschwemmung und der starken Strömung angepasst und können sich so im Wattenmeer weit verbreiten.

2009 wurde weltweit anerkannt, wie wichtig der Schutz unserer Wattenmeere ist: Das gesamte Wattenmeer zwischen den Niederlanden und Dänemark wurde zum Weltnaturerbe erklärt. Schon in den 90er Jahren wurde das Wattenmeer teilweise geschützt, indem drei Nationalparks eingerichtet wurden. Doch der Schutz der Wattenmeere muss noch weiter ausgedehnt werden: globale Entwicklungen wie der erhöhte Meeresspiegel und die Verschmutzung der Meere haben auch hier gefährliche Auswirkungen.

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